Dienstag, 16. September 2014

Tiere sinnvoll beschäftigen: die Futterboxen




















Heute möchte ich ein weiteres Beschäftigungsspiel für Tiere vorstellen. Vom Grundprinzip her ist dieser Spielzeugtyp (sowohl für Hunde als auch für Katzen) immer ähnlich aufgebaut: mehrere Behälter mit unterschiedlichen Schließmechanismen sollen das Tier mental herausfordern. In meinem Fall gibt es einen Deckel zum Anheben, einen zum Aufschieben, eine Klappe und eine Schublade. 

Das Futter wird in die jeweiligen Behälter gegeben und die Deckel werden geschlossen. Das Tier muss nun verschiedene Techniken anwenden, um an seine Belohnung zu kommen. Ich lasse meinen Hund immer ganz gerne erst einmal selbst ausprobieren, da der Lerneffekt größer ist, wenn das Tier die Lösung von alleine findet.
Gerade der Hebedeckel und die Schublade sind hier etwas schwierig, man kann dem Tier aber beibringen, die kleinen Seile ins Maul zu nehmen, indem man Futter unter den Griffen platziert.

Dies ist definitiv das Lieblingsspiel meines Hundes und obwohl er es mittlerweile eigentlich schon sehr gut kennt, wird es ihm nicht langweilig. Preislich liegt das Spiel, je nach Umfang und Material, zwischen 10 € und 30 €. 
In Aktion sieht dieses Beschäftigungsspiel dann so aus:


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Samstag, 13. September 2014

Tricktraining: "Schäm dich!"

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Beim Kommando "Schäm dich!" streift der Hund die Pfote vom Stop bis zur Schnauzenspitze. Der Trick an sich ist nicht besonders schwer zu lernen, erfordert aber ein wenig Geduld.
Zunächst muss man den Hund dazu bringen dieses Verhalten zu zeigen. Das tun unsere Vierbeiner vor allem dann, wenn sie etwas an der Schnauze haben. Also muss ein Störfaktor her, bei Langhaarrassen z.B. eine Haarklammer, oder eben auch ein Stücken LEICHTklebendes Band (Bitte nicht mit einem extremen Klebeband anrücken, mit dem Ihr dem Hund die ganze Schnauze enthaart!!!). 
Platziert nun das störende Objekt auf der Schnauze und der Hund wird es mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit mit der Pfote abstreifen. Wenn er das macht, sofort bestätigen, eine Belohnung geben und die gewünschte Kommandobezeichnung nennen. In meinem Fall "Schäm dich!". Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis der Hund sein Verhalten mit der Belohnung in Verbindung bringt und auch ohne "Störfaktor" mit der Pfote über die Schnauze streicht.
Achtung: macht die Trainingseinheiten für diesen Trick bitte nicht zu lange und legt viele Pausen ein, schließlich geht dem Hund die Haarklammer/der Klebefilm auch irgendwann auf den Kecks ;). Also lieber immer mal wieder zwischendurch.




Freitag, 12. September 2014

Wie lernen Hunde?

Mach "Sitz"!

Aber was heißt das für den Hund "Mach Sitz"? Eigentlich erst einmal gar nichts, denn er versteht unsere Sprache ja gar nicht. Er muss erst nach und nach lernen, was Herrchen und Frauchen von ihm wollen, wie das funktioniert ist nicht weiter kompliziert. 

Kommando "Sitz"
Beim Hundetraining kommt die sog. klassische Konditionierung zum Einsatz. Vereinfacht erklärt heißt das am Beispiel "Sitz":
Immer wenn der Hund sich hinsetzt, gibt es eine Belohnung (Futter, Spielzeug, Streicheleinheit, etc.) und es folgt eine Aneinanderreihung von Tönen, das "Sitz". Das Ganze wird solange wiederholt, bis der Hund seine Handlung, das Hinsetzten, mit der Belohnung in Verbindung bringt. Er hat gelernt, wenn ich mich hinsetzte gibt es Futter, also bietet er das Verhalten bald schon von sich aus an. Nach und nach lernt der Hund die Tonfolge "Sitz" auswendig und verbindet auch diese mit seiner Handlung. Dadurch kann er die Handlung nun auch auf Kommando ausführen. Viel schneller stellt er allerdings eine Verknüpfung zu einer Geste oder einem Handzeichen her, da Hunde eine sehr gute Beobachtungsgabe haben und sich untereinander primär durch Körperhaltung und Gesichtsmimik verständigen. Wird also schon von Anfang an ein Handzeichen für das Kommando "Sitz" mit eingebaut (z.B. ein erhobener Zeigefinger) wird der Hund dadurch unterstützt und lernt schneller. Denn das Problem bei Stimmzeichen ist, dass wir Menschen nun einmal einfach gerne und viel reden, der Hund muss also immer erst einmal herausfiltern, was gemeint ist, wohingegen eine Handbewegung klar und deutlich ist. 
Ein kleines Beispiel hierfür: im Training sagte ich zu meinem Hund einmal folgenden Satz: "Hopp, komm, mach jetzt endlich "Sitz"!" 
"Hopp" ist für ihn "Spring über das Hindernis", da war aber weit und breit keines zu sehen, "Sitz" steht für "Setz dich hin", "komm" heißt "Komm zu mir", er war ja schon da... und "mach jetzt endlich" konnte er natürlich nicht zuordnen. Es ist also wenig verwunderlich, dass der Hund mich ansah, nach dem Motto: "Weißt du jetzt dann irgendwann auch mal was du willst?!" ;)
Man kann es dem Hund also auch schwer machen...







Ein weiteres Problem des Menschen ist es, dass wir einfach furchtbar ungeduldig sind. Kommt der Hund nicht sofort darauf, was wir von ihm wollen, helfen wir ihm auf die Sprünge, indem wir z.B. irgendwohin zeigen. Gerade beim Erlernen neuer Kommandos ist das nachteilig, da das Einzige, was der Hund lernt folgendes ist: "Wenn ich mich nur lange genug dumm anstelle, macht Herrchen/Frauchen die Arbeit für mich und ich muss mich nicht anstrengen". Besser ist es abzuwarten und den Hund selber nachdenken und ausprobieren zu lassen, dann hat der Hund auch einen größeren Lernerfolg, wenn er sich alles selbst erarbeitet hat.

Meiner Meinung nach gibt es keine "dummen" Hunde, sie sind alle clever genug etwas zu lernen, jeder Hund hat einfach seine eigene Herangehensweise an eine Aufgabe und manche brauchen halt einfach länger als andere. Das hat aber teilweise auch mit der Geschichte der jeweiligen Rasse zu tun, es gibt Hunde die dazu gezüchtet wurden, mit dem Menschen zu interagieren, z.B. Hütehunde, andere Rassen sind selbstständig und müssen auch einmal alleine Entscheidungen treffen können, z.B. Jagdhunde, sie müssen schnell handeln und können nicht jedes Mal zurückgelaufen kommen: "Herrchen, was soll ich denn jetzt machen? Der Fuchs beißt ja zurück!!!" 

Auch das Alter eines Hundes hat Auswirkungen auf sein Lernverhalten.

Welpen und Junghunde:
In diesem Alter lernen Hunde sehr schnell, sie sammeln noch jeden Tag neue Erfahrungen, sind äußerst neugierig und verspielt. Sie probieren verschiedenste Verhaltensweisen aus und sind deshalb oftmals "kreativer" als ausgewachsene Hunde.

Ausgewachsene Hunde:
Diese Hunde haben meist schon ein bestimmtes Verhaltensrepertoire. Gestellte Aufgaben versuchen sie oftmals mit schon bekannten Verhaltensmustern zu lösen. Sie brauchen darum oft länger, wenn es darum geht etwas ganz Neues auszuprobieren. Das heißt aber nicht, dass man ihnen nichts mehr beibringen kann, Hunde können ihr ganzes Leben lang noch lernen.

Positive und negative Erfahrungen

Das Lernen muss nicht immer mit Belohnungen verknüpft sein. Macht ein Hund eine schlechte Erfahrung, stellt er auch dazu eine Verknüpfung her.
Ein Beispiel dazu: 
Ich war mit meinem Hund spazieren und wir kamen an einer Kuhweide vorbei, mein Hund hatte zuvor noch nie eine Kuh gesehen. 
Eine Kuh stand direkt am Zaun und mein Hund rannte auf sie zu. Da er schon von Geburt an ein Augenproblem hat und schlecht sieht, sah er den Elektrozaun nicht und rannte direkt hinein. Seitdem verbindet er Kühe mit Stromschlägen, er hat gelernt: immer wenn ich diesem Tier zu nahe komme, bekomme ich einen Schlag. Die Folge: es ist fast ein Ding der Unmöglichkeit mit ihm beim Wandern über eine Kuhweide zu laufen, vor allem da die Kühe meist neugierig angelaufen kommen.

Verhaltensmuster und Musterbruch

Manchmal kann es auch passieren, dass man im Training eine Pattsituation erreicht. Mein Hund ist noch nie besonders gerne beim Agility durch die Tunnel gelaufen. Da wir dort immer wertvolle Zeit verloren hatten, begann ich im Training Futter in den Tunnel zu werfen, wodurch der Hund natürlich hinterher stürzte, das hatte zunächst den gewünschten Effekt, doch nach und nach bildete sich ein neues Verhaltensmuster heraus. Der Hund lernte: "Wenn ich den Tunnel verweigere gibt es Futter" Das Ergebnis des Ganzen, der Hund lief nur noch durch den Tunnel, wenn ich Futter hineinwarf. Es war nicht mehr möglich ihn auf Kommando hindurch zu schicken. Also musste ich dieses Muster durchbrechen, indem ich etwas völlig anders machte. In diesem Fall hieß das: das Training für dieses Hindernis noch einmal ganz von Vorne aufzubauen, den Hund vor dem Tunnel abzulegen und ihn von der anderen Seite hindurch zu rufen. Erst, wenn er den Tunnel komplett passiert hatte, gab es die Belohnung.

Tricktraining mit dem Hund

Da ich ja in nächster Zeit ein paar Tricks vorstellen möchte, hier noch einmal die Grundlagen, auf die ich aufbaue:

Hunde haben über den Tag verteilt immer wieder Aktivitäts- und Ruhephasen. Ein Hund der gerade von einem Spaziergang kommt, will in aller Regel erst einmal seine Ruhe haben, genauso wie ein Hund der gerade erst gefressen hat. Das Training sollte also idealerweise dann angesetzt werden, wenn der Hund ausgeruht ist. Ein hungriger Hund ist natürlich auch gleich viel motivierter, wenn es darum geht, sich Futter zu verdienen, als ein satter Hund.

Im Gegensatzt zum Gehorsamkeitstraining steht beim Tricktraining bei mir Spaß und sinnvolle geistige Beschäftigung des Hundes im Vordergrund, ich arbeite generell nur mit positiver Bestärkung 
und lege dazwischen auch immer ausgedehnte Spielpausen ein.

Jeder Hund springt auf andere Belohnungen besser an. Meist eignet sich jedoch Futter am Besten. Die Stücke sollten so klein sein, dass der Hund nicht kauen muss, also mundgerechte Häppchen, wenn Ihr dem Hund immer gleich einen ganzen Kauknochen hinwerft, kommt Ihr nicht besonders weit.

Der Aufbau ist immer der Gleiche:

Hund zeigt gewünschtes Verhalten -> Bestätigung* -> Belohnung -> Nennen des Kommandos

*bei mir das Wort "Fein", kann aber z.B. auch ein Klicken beim Klickertraining sein. Das hat den Vorteil, dass ich die Bestätigung besser timen kann, da der Hund ja nicht immer direkt bei mir ist, wenn er das Verhalten zeigt, dass ich bestätigen möchte und bis ich ihm das Futter gegeben habe, verstreicht manchmal zu viel Zeit. Die Bestätigung sollte spätestens 3 Sekunden nach der Handlung kommen, da der Hund sonst keine oder die falsche Verbindung herstellt.

Der eigentliche Trick beim Hundetraining besteht also eigentlich nur darin, den Hund dazu zu bekommen, das Verhalten zu zeigen ;) aber dazu bald mehr.


Was habt Ihr für Erfahrungen mit Eurem Hund gemacht? Wie gehen Eure Hunde an neue Aufgaben heran?




Donnerstag, 11. September 2014

Tiere sinnvoll beschäftigen: die Futterkugel





















Intelligente Tiere, wie Hunde und Katzen, langweilen sich sehr schnell, wenn sie nicht ausreichend beschäftigt werden. Viel Auslauf alleine reicht nicht und so führt die geistige Unterforderung von Haustieren oftmals zu unerwünschtem Verhalten. Denn: ist ein Tier nicht ausgelastet, sucht es sich eben selbst eine Beschäftigung und dann leiden auch mal Möbel, Schuhe, etc. 
In Tierhandlungen finden sich mittlerweile ganze Berge an Beschäftigungsspielen, einige davon möchte ich in der nächsten Zeit einmal vorstellen.

Heute geht es um die Futterkugel, sie findet sich nicht nur im Heimtierbedarf wieder, sondern kommt auch häufig in Zoos bei Raubtieren, Affen, Antilopen und Co zum Einsatz. Das Prinzip ist simpel: eine hohle Kugel wird mit Futter gefüllt. Durch eine Öffnung fallen die Leckerbissen heraus, wenn das Tier den Ball herumrollt. Je nach Größe kann sie für Hunde, Katzen, Pferde, usw. eingesetzt werden. 
Auf diese Weise gibt man dem Tier die Möglichkeit, etwas für sein Futter zu tun und es sich zu verdienen, anstatt immer nur alles aus einem Napf zu fressen.


Bei meiner Kugel kann man noch zusätzlich den Schwierigkeitsgrad erhöhen, indem man die Öffnung nach und nach verkleinert.
Eine Futterkugel für einen großen Hund liegt preislich etwa zwischen 5 € und 15 €.








In Aktion sieht das Ganze dann so aus:

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Mittwoch, 10. September 2014

Ohhh eine Kamera!!!

Hallo, ich bin Kimo und schon bald wird es hier auch ein paar Tipps und Tricks geben, wie Ihr mir und meinen pelzigen Kollegen neue Kommandos beibringen könnt. Ich bin schon ganz aufgeregt - an die Kamera muss ich mich erst noch gewöhnen - aber es dauert nicht mehr lange bis ich auf dieser Seite voll durchstarte!

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Fotos: Schildkröten

Europäische Sumpfschildkröten

Europäische Sumpfschildkröten

Griechische Landschildkröte

Griechische Landschildkröte

Seychellen-Riesenschildkröten

Seychellen-Riesenschildkröten

Montag, 8. September 2014

Wo machen Störche eigentlich Urlaub?

Das Projekt "SOS-Storch"

Weißstorch




















Der Sommer wird sich bald dem Ende zuneigen und die Zugvögel ziehen in wärmere Gefilde. Das Projekt "SOS-Storch" verfolgt die Flugrouten von Weißstörchen aus der Schweiz mittels an den Tieren angebrachten Datenloggern. Schon vor Jahren wurde festgestellt, dass sich das Zugverhalten der Störche verändert hat: anstatt bis nach Westafrika zu fliegen, überwintern die meisten, der aus der Schweiz stammenden Vögel in Südspanien. Dort finden sie vor allem auf Mülldeponien genug Nahrung, um zu überwintern. Das Projekt beschäftigt sich jetzt damit, was die Änderung der Flugrouten bewirkte und in wie weit der Klimawandel eine Rolle spielt. 

Auf der Internetseite www.projekt-storchenzug.com/ gibt es weitere interessante Details zum Projekt. Wer die Routen mitverfolgen möchte kann das ebenfalls über die Seite tun (www.projekt-storchenzug.com/datenlogger/).
So kann man zum Beispiel auf der Karte sehen, dass der 2014 im Zoo Zürich geborene Storch Osuna, sich bereits nahe Zaragoza in Spanien befindet. Storch Luna aus dem Zoo Basel hält sich momentan nahe Madrid auf. Leider sind auch schon viele der besenderten Störche verunglückt, häufige Ursache sind Kollisionen mit Stromleitungen. 














"SOS-Storch" ist meiner Meinung nach ein wirklich interessantes Projekt, das hoffentlich bald neue Erkenntnisse über die Störche und deren Zugverhalten bringt.




Montag, 1. September 2014

Anleitung: Hundegeschirr selber machen
































Heute kommt endlich die versprochene Anleitung für das Hundegeschirr ;).

Da mein Hund einfach zu viel Fell hat, habe ich mir Unterstützung von meinem Plüschhund geholt und noch einmal ein kleines Modellgeschirr nachgebastelt, damit ich alles leichter erklären kann.

Da das auf dem Bild ja dann ohnehin schon das kleine Geschirr ist, werde ich das komplette Tutorial erst einmal für Hundebesitzer von kleinen bis mittelgroßen Hunden durchlaufen und dann am Schluss einfach noch ergänzen, was beim Geschirr für mittlere bis große Hunde anders ist, das Grundprinzip bleibt das Gleiche. Ich habe nämlich festgestellt, dass es unglaublich verwirrend und chaotisch wird, wenn ich jeden Schritt parallel für Beides erkläre...

Wenn irgendetwas unverständlich ist, meldet Euch bitte!
Hier noch ein Link, wie man das Geschirr abmisst.


Anleitung: Hundegeschirr für kleine bis mittlere Hunde


Was Ihr braucht:
  • 12 Paracord-Seile
  • 2 Klippverschlüsse
  • 1 Metallring
  • Schere
  • Pinzette
  • Feuerzeug
  • einen sehr geduldigen Hund

Wie lang sollen die Paracord-Schnüre sein?

Das hängt natürlich ganz von Eurem Hund ab, dieses Mal heißt es: einfach immer wieder anprobieren und anpassen. 
Lasst genug Schnur übrig, wodurch Ihr gegebenen Falls weiterknüpfen könnt, abschneiden kann man die Schnüre am Schluss immer noch.
Das Geschirr besteht aus vier Einzelteilen, die zunächst aufeinander abgestimmt werden müssen. Erst wenn ihre Länge in Relation zu den jeweils anderen Teilen passt, können sie verbunden werden.
Die einzelnen Riemen dürfen später nicht zu locker hängen, da das Geschirr sonst verrutscht; es sollte aber zwischen Geschirr und Hund trotzdem noch mühelos zwei Fingerbreit Platz sein.




Das Knotenmuster:










Das Muster bleibt für das gesamte Geschirr gleich, der einzige Unterschied zwischen den Riemen, ist der Anfang. Hier auf dem 1. Bild wird der Anfang für Riemen 2) und 4) (siehe nummeriertes Bild oben) beschrieben.


Geschirrvorlage:

Damit Ihr genau zuordnen könnt, von welchem Teil gerade die Rede ist ;)
































Das Rückenstück:

Nehmt zwei Paracordschnüre jeweils doppelt und befestigt sie an einer Seite des Klippverschlusses.

Auf beide Seiten kommen am Ende gleichartige Teile des Klippverschlusses. Der Rückenriemen liegt später ein Stückchen hinter dem Widerrist, die Klipper sollten gerade so noch oben am Hund sein.
Knüpft den Riemen nach obigem Muster bis zur Mitte, dann könnt Ihr den Ring, an dem Ihr später die Leine befestigt, einfügen.



Hinweis: Auf der Geschirrvorlage habe ich einen gewöhnlichen Schlüsselring verwendet, da alles ja nur ein Modell ist. Bitte nehmt für Euer Geschirr einen stabileren Metallring!















Führt dann das Muster fort, wie bisher. Am Ende des Riemens könnt Ihr alle vier Schnüre bereits durch den anderen Verschluss fädeln, verknotet sie aber noch nicht. Jetzt könnt Ihr das Rückenstück erst einmal zur Seite legen.


Das Bauchstück:

Weiter geht es mit dem Bauchriemen. Macht das Gleiche wie beim Rückenstück, nur eben länger und mit den jeweils noch übrigen Klippverschlussteilen und natürlich auch ohne Metallring.
Wenn Ihr die Verschlüsse des fertig geknüpften Bauchriemens mit denen des Rückenstücks verbindet, sollte alles zusammen den Brustkorbumfang des Hundes ergeben.
Noch einmal zur Erinnerung: Bauch- und Rückenriemen liegen etwas hinter dem Widerrist und verlaufen hinter den Vorderbeinen des Hundes, aber immer noch im Brustkorbbereich. Setzt die beiden Teile nicht zu weit nach vorne, damit der Hund nicht beim Laufen behindert wird. 

Tipp: Achtet darauf, ob Euer Hund sich "aufpustet", während Ihr die Länge anpasst. Mein Hund ist da ein echter Spezialist und ich wundere mich dann am Ende immer, warum das Geschirr plötzlich so locker hängt...

Wenn de Länge der beiden Riemen passt (sie nicht zu locker hängen, dem Hund aber auch nicht die Luft abschnüren.) könnt Ihr die losen Schnüre befestigen, indem Ihr sie auf der Rückseite der Riemen jeweils unter einigen Schnüren der vorherigen Knoten hindurchzieht. Nehmt bei Schwierigkeiten die Pinzette zu Hilfe. Dann könnt Ihr die übrigen Schnüre abschneiden und mit dem Feuerzeug anschmoren (Vorsicht heiß!).


Die Halsschlaufe:

Die Halsschlaufe besteht, im Gegensatz zu den bisherigen Teilen, aus vier einzelnen Paracord-Schnüren. Das hat damit zu tun, dass die Enden später nicht mit einem Klippverschluss, sondern direkt mit dem Riemen den Rückenstücks verbunden werden.
Lasst etwa die ersten 10 - 20 cm Eurer Schnüre aus und macht einen Knoten (nicht zu fest, da Ihr ihn nachher wieder öffnen müsst ;)). Erst dann beginnt Ihr wie gewohnt mit dem üblichen Knotenmuster.

Die Halsschlaufe ist noch einmal ein ganzes Stück länger als der Halsumfang des Hundes, da der Riemen zusätzlich bis zum Rückenstück reicht. Lasst am Ende auch wieder ca. 10 - 20 cm frei.
Jetzt heißt es wieder: Anprobieren!
Öffnet den Knoten vom Anfang und passt die Länge der Halsschlaufe an, sie sollte, nicht zu eng, um den Hals des Hundes verlaufen und mit den Enden das Rückenstück jeweils nahe der Klippverschlüsse berühren. Locker herunterhängen sollte die Schlaufe aber auch nicht...











Wenn alles angepasst ist könnt Ihr Halsschlaufe und Rückenriemen verbinden:

Dreht die Riemen auf die Rückseite und fädelt jeweils zwei der losen Schnüre durch die seitlichen Laschen des Rückenstücks. Dann zieht die Schnüre zur Mitte des Rückenriemens hin unter den mittleren Seilen hindurch. Je öfter Ihr durchfädelt, desto stabiler ist das Ganze. Am Ende könnt Ihr die übrige Schnur wieder abschneiden und anschmoren.














Die Verbindung zwischen Hals und Bauch:


Das Verbindungsstück verläuft von der Halsschlaufe, zwischen den Vorderbeinen des Hundes hindurch und endet am Bauchriemen.
Nehmt erneut vier einzelne Seile und beginnt wie bei der Halsschlaufe, indem Ihr wieder 20 cm auslasst und dann einen Knoten macht. Es folgt erneut das Knotenmuster. Hat das Verbindungsstück die gewünschte Länge (das geknüpfte Ende berührt die Mitte der Halsschlaufe (vorne) bzw. die Mitte des Bauchriemens) könnt Ihr es entweder so an Bauch- und Halsstück befestigen, wie Ihr es bereits mit der Halsschlaufe gemacht habt.
Oder Ihr knüpft eine kleine Schlaufe, wie ich am Modellgeschirr (das Muster kennen manche von Euch vielleicht noch von der Hundeleine). Wenn Ihr diese Variante wählt, könnt Ihr, wenn die Lasche groß genug ist, die losen Enden auf der Rückseite des Verbindungsstücks wieder durchfädeln und anschmoren.
Ich empfehle Euch allerdings beim Verbinden so vorzugehen, wie bei der Halsschlaufe, da ich befürchte, dass die Lasche dem Hund bei starkem Zug auf den Hals drücken könnte.








Sobald das Paracord abgekühlt ist, kommt der große Moment: jetzt könnt Ihr dem Hund das fertige Geschirr umlegen und sehen, ob es sitzt. Das Geschirr gibt dann doch noch mal einiges mehr Arbeit, als ein Halsband, ich war echt froh, als ich es geschafft hatte ;).


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anleitung: Hundegeschirr für mittlere bis große Hunde:

 

Das Material bleibt gleich, abgesehen davon, dass Ihr hier 18 Paracordschnüre benötigt.

Das größere Geschirr unterscheidet sich ansonsten nur im Knotenmuster, da die Riemen breiter werden sollen, wobei das Muster auch nicht groß vom vorherigen abweicht, man macht einfach eine Reihe mehr dazu:















Folgt jetzt einfach mit diesem Muster der obigen Anleitung, für Rücken- und Bauchstück nehmt Ihr jeweils drei Schnüre doppelt und befestigt sie, wie gehabt, an den Klippverschlüssen.
Für Halsschlaufe und Verbindungsstück benötigt Ihr jeweils sechs einzelne Schnüre, die zunächst wieder mit einem Knoten zusammengehalten werden.


Ich hoffe Ihr habt alles soweit verstanden, es war ja dieses Mal doch etwas komplexer... und wünsche Euch und Eurem Hund wie immer gaaanz viel Spaß!